Olaf Semmerau
Ehrenvorsitzender und Macher des Vereins ist verstorben.

Wir trauern um unseren
ehemaligen 1.Vorsitzende Olaf Semmerau, der am 11.10.2010 im
Alter von 82 Jahren, nach mit großer Geduld ertragener Krankheit
verstarb.
Im Jahre 1980 trat der 1.
Vorsitzende und Mitbegründer der ASpSch Leo Spaan aus
Altersgründen von seinem Posten zurück. Als Nachfolger wurde
Olaf als neuer Vorsitzender gewählt. Diesen Posten hatte er 16
Jahre inne bis
1996 Haralt Geisler als sein Nachfolger Das Amt übernahm.
Mit großem Engagement
und viel Elan hat Olaf die Geschicke und den Werdegang der
ASpSch mitbestimmt. Er war es der die Rämlichkeiten des heutigen
Schießstandes entdeckte und den Bau der heutigen Schießanlage in
Gesprächen mit der Stadt ermöglichte. Olaf legte viel Wert auf
die Jugendarbeit und so kamen schon nach kurzer Zeit seines
Amtsantritts einige Schüler und Jugendliche zu unsern den
Trainingszeiten in den spartanisch eingerichteten
Aufenthaltsraum. Es wurde eine Tischtennisplatte im vorderen,
unausgebautem Dachraum aufgestellt, so dass die Wartezeit bis
zum Training mit u.a. solchen Spielen überbrückt werden konnte.
Da im Laufe der Jahre immer mehr Mitglieder dem Verein
beitraten, wurde auch nach und nach mehr Räumlichkeiten
geschaffen und der bisher nur für die Spiele der Kinder und
Jugend genutzte Dachboden wurde komplett renoviert. Es
entstand ein wohnlicher
Aufenthaltsraum, mit einer Theke, an der so manches Getränk
ausgeschenkt wurde.
Eine weitere Idee von
Olaf wurde in die Tat umgesetzt: Die ASpSch veranstalteten das
erste Sommerbiathlon, eine Kombination aus Rennen und Schiessen.
Die erste Veranstaltung wurde im Jahre 1984 durchgeführt. Es
gingen Teilnehmer aus Vereinen an den Start, sei es Feuerwehr,
Kegel-, Tischtennisvereine usw., die mit dem Schiesssport nichts
zu tun hatten. Bald schon wuchs das Starterfeld auf bis zu 260
Teilnehmern an. Es war eine Veranstaltung, die zu Beginn aus
Spaß an der Freude durchgeführt wurde. Erst einige Jahre später
wurde das Sommerbiathlon zu einer über die Kreis- und
Landesgrenzen hinweg bekannten Veranstaltung, an der dann nur
noch professionelle Sportschützen- vereinigungen teilnahmen. Bei
den ersten Veranstaltungen ging Olaf selber mit an den Start und
meisterte die Strecke und das Schießen in einem beachtlichen
Zeitrahmen. Das letzte Biathlon wurde in Anholt im
2005
durchgeführt.
Als Olaf 60 Jahre wurde lud er
viele Gäste ein. Auch da dachte er nicht an sich, sondern an die
Schüler des Vereins. Statt persönlicher Geschenke bat er alle
geladenen Gäste um eine Spende für die Schüler und Jugend der
Sportschützen um denen dadurch einen Segeltörn auf dem
Ijsselmeer in Holland mit zu finanzieren. Auch dieses Vorhaben
war von Erfolg gekrönt und Olaf und einige Betreuer fuhren für
fast eine Woche mit den Schülern auf einem Plattboot zur See. Es
war ein unvergessliches Erlebnis und die positiven Erlebnisse
beherrschen noch heute die Gespräche der mitgefahrenen
Sportschützen.
Wenn man die Jahre, in
denen der Verein noch in den Kinderschuhen steckte bis heute
betrachtet, so darf man mit großer Anerkennung sagen, dass Olaf
mit allem, was er in den Verein an Kraft, Ideen und Zeit
investiert hat, maßgeblich
zum Erfolg und der Entwicklung
beigetragen hat.
Am 8. Mai 2010, im
Rahmen der Neueröffnung, erhielt Olaf eine besondere
Auszeichnung aus den Händen der jetzt amtierenden 1.
Vorsitzenden
Regina Alstede. Als Anerkennung für
den unermüdlichen
Einsatz, den Olaf in all den Jahren
für den Verein
erbrachte wurde er
zum 1. Ehrenvorsitzenden ernannt
und erhielt eine Urkunde hierzu. Über diese Auszeichnung
freute sich Olaf so sehr, dass er
es sich nicht nehmen ließ eine Lokalrunde zu spendieren.Wer Olaf
kannte, weiß, dass bei diesen Gelegenheiten gerne (s)eine
Trinkhymne „Oh diese Freude kann niemand fühlen, wenn man für
Lau kann einen runter spülen“ gesungen wurde. Dies werden die
Anholter Sportschützen beibehalten und ihrem Ehrenvorsitzenden
damit immer ein ehrendes Gedenken erweisen.
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